Projekt: Entwicklung und Validierung eines Modells IiGART (Interaction in Group Art Therapy): Spezielle Interaktionsphänomene der Kunsttherapie im Gruppensetting

12/2011 - 6/2013

Projektleitung
Prof. Dr. Constanze Schulze

gefördert durch: Arbeitsgruppe Innovative Projekte beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen (AGIP)


Hintergrund: Kunsttherapie wird in der Regel in den verschiedensten Anwendungsbereichen - nicht nur im klinischen Setting - in Gruppen angeboten. Umso erstaunlicher ist es, dass es für die Kunsttherapie in Gruppen kaum Modelle gibt, die ihr besonderes Potenzial abbilden. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wird ein empirisch fundiertes Manual: IiGART = Interaction in Group Art Therapy entwickelt. Dieses soll Kunsttherapeuten als Instrument zur Dokumentation und Evaluation dienen.

Ziel des Projektes ist es, den Einsatz des IiGART-Manuals praxisnah auf drei Verwendungsebenen zu überprüfen und entsprechend zu validieren:
1.Handhabung als Dokumentationsinstrument in der Kunsttherapiepraxis,
2.Nutzung als Instrument zur Evaluation,
3.Eignung als Modell im Rahmen von Wirksamkeitsstudien.
Darüber hinaus sollen auch Veränderungen im multiprofessionellen Team erfasst werden, die sich durch einen mehrmonatigen Einsatz (mindestens 3 Monate) des IiGART-Manuals ergeben.

Methoden: Im Sinne des komplexen Gegenstandes, der Validierung von IiGART und der differenzierten Erfassung möglicher Auswirkungen einer IiGART-gestützten Reflexion auf kunsttherapeutische Strategien und Teamkommunikation, wird im Rahmen der Prozessforschung ein sukzessives Mehrstudiendesign (qualitativ und quantitativ) verwendet.
Das Forschungsprojekt ist in seiner Durchführung (18 Monate) 2-phasig aufgebaut. In der ersten qualitativen Studienphase (A) wird mit Praxisexperten aus der Kunsttherapie die Ausgestaltung der zweiten (überwiegend) quantitativen Studienphase (B) vorbereitet.
1. Phase: Videoanalyse, SASB (modifiziert), Tiefeninterviews (N=8)
2. Phase: Expertenschulung, Expertenbefragung mit Online-Fragebogen (quantitativ) und Expertenrunde (qualitativ) (N=30)

Zu erwartende Ergebnisse:
Erfassung des Gewinns, den eine systematische Dokumentation für Kunsttherapeuten hat, insbesondere auf die Reflexion ihrer eigenen Tätigkeit und planvolleres Gestalten.
Darstellung der therapeutischen Potenz von kunsttherapeutischen Gruppenprozessen.
Formulierung spezieller Interventionsstrategien und -techniken (im Verlauf einer Sitzung).

Kooperationspartner: Krankenhaus Ginsterhof, MEDIAN Rheingau-Taunus Klinik Bad Schwalbach, weitere psychosomatische Kliniken bundesweit
 
In Zusammenarbeit mit der

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