Projekt: Szenen des Subjekts. Kulturgeschichte der Theatrotherapie um 1800-1900-1970/2000

Szenische Praktiken haben in der Geschichte der Psychotherapie eine zentrale Funktion. Sie dienen der Einsetzung und Etablierung des therapeutischen Raums, strukturieren die Begegnung zwischen den beteiligten Akteuren, werden als szenische Interventionen im therapeutischen Prozess eingesetzt. Das Forschungsprojekt leistet in historischer und systematischer Hinsicht einen Beitrag zur Analyse dieser szenischen und medialen Praktiken und Prozesse und reflektiert sie im Sinne einer Medienwissenschaft der Psychotherapie.

Leitende Fragestellungen des Forschungsprojektes sind:
Auf welche Weise wird Sichtbarkeit in therapeutischen Szenen medial erzeugt? Welche Formen therapeutischer Szenen lassen sich unterscheiden? An welchen systematischen Punkten, durch welche Parameter verändert sich der Charakter einer therapeutischen Szene? In welchen historischen Kontexten treten sie auf? Welche dispositiven Beziehungen bestehen zu den zeitgenössischen medialen und theatralen Praxen? Welche medialen Transkriptionsverfahren und Transformationsprozesse spielen eine Rolle?

Das Forschungsprojekt wird seit Dezember 2007 im Rahmen der Personenförderung der VolkswagenStiftung (Dilthey-Fellowship) gefördert und ist seit Oktober 2014 an der HKS Ottersberg angesiedelt.

www.celine-kaiser.de

 
In Zusammenarbeit mit der

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