Vortrag: Dr. Alexandra Daszkowski

Kunsttherapie in der Borderline-Behandlung

13.06.2017, 18:05 – 19:35 Uhr
Vorlesungsraum im Neubau der HKS (Große Str. 107, Ottersberg)

 

In klinischen Einrichtungen ist Kunsttherapie für Patientinnen und Patienten ein wertvolles Verfahren der kreativen Selbstbeforschung. Oft wirkt das Bildermalen wie ein Beschleuniger: Plötzlich sind die Dinge sichtbar. Doch wie damit konstruktiv umgehen bei begrenzter Behandlungsdauer? Der Vortrag vermittelt anschaulich Möglichkeiten und Grenzen kunsttherapeutischer Prozesse und Interventionen im (teil-)stationären Kontext am Beispiel der Behandlung von Borderline-Störungen. Viele Therapeut_innen empfinden die Beziehungsgestaltung zu Menschen, bei denen eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert wurde, als Herausforderung. Die Diagnose zeigt sich häufig schon im Erstkontakt als Beziehungsstörung, die rasch zu Missverständnissen und Beziehungskrisen führen kann. Bilder können dort Brücken bauen, wo der gesprochene Dialog versagt, und sind ein entlastendes drittes Element im Kontakt zwischen Patient_in und Therapeut_in.

Der Vortrag macht die Genese von Borderline-Störungen verstehbar. Allgemeine Therapieziele werden erläutert und die spezifischen Stärken von Kunsttherapie anschaulich vorgestellt. Die vermittelten Perspektiven laden dazu ein, spezifische Besonderheiten in der kunsttherapeutischen Begleitung von Patienten für das Behandlungssetting zu nutzen und geben einen Eindruck über die kunsttherapeutische Arbeit in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachklinik.

Dr. Alexandra Daszkowski | Promovierte Anthropologin, Klinische Kunsttherapeutin (grad. DGKT) in Hamburger Fachklinik für Persönlichkeits- und Traumafolgestörungen, Ausbilderin am Hamburger Institut für Gestaltorientierte Weiterbildung für Kunsttherapie und Kunstpsychotherapie, Lehrtherapeutin Deutsche Gesellschaft für Künstlerische Therapieformen, DGKT-Vorstandsmitglied, Forschung zu Psychobiologie zu Körperbild und Körperbildstörungen sowie Transformation Transgenerationaler Traumatisierung in Kunst und Kunsttherapie


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