Vortrag: Dr. Tim Raupach

Computerspiele als Therapie- und Lerninstrument – zur Wirksamkeit von Educational Computer Games und Games of Health

06.06.2017, 18:05 – 19:35 Uhr
Vorlesungsraum im Neubau der HKS (Große Str. 107, Ottersberg)

 

Kommerzielle Computerspiele, die über ihre bloße Unterhaltungsfunktion hinaus dazu benutzt werden, Wissen- und Kompetenzvermittlung sowie Gewohnheits- und Verhaltensänderungen gezielt zu fördern, werden auch als Serious Games bezeichnet. Da der Spielspaß ein entscheidendes Merkmal für die intrinsische Motivation der Spiele darstellt, liegt der Schluss nahe, dass didaktische oder medizinisch-therapeutische Vorgänge mit der Entstehung von Spielspaß einhergehen und der Spaß am Spiel folglich dann entsteht, wenn sich dessen “ernste Ziele” als bestimmte Aktivierungszustände der Spieler mit-realisieren. Im Kontext des Gameplays erscheinen sie oft als sogenannte Flow-Erlebnisse, die als eine Idealisierung des aktiven Handelns, ein vollständiges “Aufgehen” in der (Spiel-)Handlung, beschrieben worden sind.

Der Vortrag versucht auszuloten, inwieweit eine Orientierung am Flow-Konzept bei der Nutzung von Serious Games ein wünschenswertes Ziel sein kann, welches auch deren “Spielarten”, von Games of Health bis zu Educational Computer Games, konzeptuell miteinander verbindet.

Dr. Tim Raupach | Studium der Kulturwissenschaften an der Stiftungsuniversität Hildesheim, Promotion Rezeptionsgeschichte der Kulturindustriekritik von Adorno und Horkheimer, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg, Forschungsinteressen im Bereich Kritische Theorie, Bildwissenschaften und Game Studies, jüngste Publikation zur Geschichte im Computerspiel


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