Vortrag: Nicole Hartmann

Art-based inquiry: Forschung in Bewegung

16.05.2017, 18:05 – 19:35 Uhr
Vorlesungsraum im Neubau der HKS (Große Str. 107, Ottersberg)

 

Arts-based Inquiry ist eine noch junge Forschungsmethode, die sich sowohl in den Künsten als auch in den künstlerischen Therapien entwickelt hat. Statt die Kunst zu beforschen, ist es ihr Ziel, mit künstlerischen Mitteln zu forschen. Zwischen der Kritik, dass die Künste “verwissenschaftlicht” werden und der Idee, dass umgekehrt die Künste einen Paradigmenwechsel in der Forschung vorantreiben könnten, wirft Arts-based Inquiry Fragen nach ihrer Methodik auf. Davon ausgehend, dass durch den künstlerischen Prozess Wissen generiert wird, das sich nicht vollständig im Werk/Ereignis abbildet, liegt das Augenmerk auf Improvisation als einem Vorgang des Suchens, Experimentierens und Handelns. In der Tanz- und Bewegungstherapie überschneiden sich hier künstlerischer, therapeutischer und forschender Prozess mit seinen Brüchen, Irritationen und Neuverknüpfungen.

Der Vortrag stellt einen ersten Versuch vor, der im Rahmen meines Seminars an der SRH Hochschule Heidelberg stattgefunden hat, um diesen Prozess so zu dokumentieren, dass die Dokumentation sowohl Teil des künstlerischen Prozesses wird als auch die von der Forschung geforderte Offenlegung, Dokumentation und Kritisierbarkeit erfüllt.

Nicole Hartmann | BA Choreografie, MA Performance Studies und Tanztherapeutin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Tanz- und Bewegungstherapie der SRH Hochschule Heidelberg, Gastdozentin u.a. für Arts-based Inquiry, Lehrauftrag für Aikido/Bewegung am Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin, Performance “Die leichte Mattigkeit eines azurblauen Himmels” beim Festival Dance in Response Hamburg


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